Umweltaspekte

Umwelt-Effekte von effizienten Fahrzeugen

Energieetikette

Energieetikette für Neuwagen

Die Energieetikette für Personenwagen erlaubt es den Käuferinnen und Käufern von Neuwagen, den Treibstoffverbrauch eines einzelnen Modells im Vergleich zu allen angebotenen Fahrzeugtypen auf einen Blick zu erkennen. Das soll zum Kauf von möglichst verbrauchsarmen Autos animieren.


Energieetikette für Occasionen

Für Occasionsfahrzeuge , welche die Euro3-Norm erfüllen (Fahrzeuge ab dem Jahr 2000) kann seit Februar 2009 ebenfalls eine Energieetikette erstellt werden.


Verbrauchskatalog

Der TCS und EnergieSchweiz publizieren jährlich den Verbrauchskatalog , in welchem die aktuell in der Schweiz angebotenen Personenwagenmodelle aufgelistet sind.

 

Reifenetikette

Die Reifenetikette wurde in der EU per 1. November 2012 verbindlich eingeführt. Um die Reifenetikette bei den Reifenkäufer/-innen möglichst rasch bekannt zu machen, ermutigt der Bund die Reifenlieferanten und -händler, ihre Produkte ebenfalls mit dem neuen Label zu kennzeichnen. Die Reifenliste auf der Webseite der Energieetikette beinhaltet neben den Bewertungen gemäss Reifenetikette  auch eine allgemeine Qualitätseinstufung des TCS.

 

CO2-Emissionsvorschriften für Personenwagen

Analog zur EU hat die Schweiz per Juli 2012 CO2-Emissionsvorschriften für neue Personenwagen eingeführt. Die Schweizer Importeure sind verpflichtet, die CO2-Emissionen der erstmals zum Verkehr in der Schweiz zugelassenen Personenwagen bis 2020 im Durchschnitt auf 95 Gramm pro Kilometer zu senken. Wenn die CO2-Emissionen pro Kilometer den Zielwert überschreiten, wird seit dem 1. Juli 2012 eine Sanktion fällig. Die den CO2- Emissionsvorschriften  betreffen alle Importeure von neuen PW.

 

 

Luftschadstoffe

Der Strassenverkehr ist einer der Hauptverursacher der Luftbelastung und ist für zahlreiche Schäden an Umwelt und Mensch verantwortlich. Schadstoffarme Fahrzeuge können die Umweltbelastungen wirksam reduzieren.

Die wichtigsten Luftschadstoffe sind:

  • Feinpartikel oder PM10 (Particulate matters) bezeichnen Staubteilchen mit einem Durchmesser von maximal 10 Mikrometer = 0,01 Millimeter. Staub ist ein physikalisch-chemisch komplexes Gemisch aus Russ, ganz feinem Gesteinsmaterial, Abriebspartikel etwa von Pneu, biologischem Material und anderen Komponenten natürlichen und menschlichen Ursprungs. PM10 können zu Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems führen und erhöhen das Krebsrisiko.
  • Stickoxide (NOx) fasst Stickstoffdioxid (NO2) und Stickstoffmonoxid (NO) zusammen. Da NO rasch zu NO2 oxidiert, werden die Emissionen gesamthaft als Stickstoffdioxid- oder NO2-Äquivalente angegeben. Das Gas ist meist farblos und kann in höheren Konzentrationen tödlich sein. NO2 entsteht beim Verbrennen von Brenn- und Treibstoffen und vor allem bei hohen Verbrennungstemperaturen. Hauptverursacher ist der Strassenverkehr. NO2 kann zur Erkrankung der Atemwege, zu vielfältigen Schädigungen der Pflanzen und zu einer Überdüngung von Ökosystemen führen.
  • Nicht methanhaltige Kohlenwasserstoffe (NMHC) werden vor allem von meist älteren Benzinmotoren emittiert. In geringerem Ausmass entstehen sie auch in anderen Verbrennungsmotoren. Ausgenommen sind mit Wasserstoff betriebene Verbrennungsmotoren, in welchen kein Kohlenwasserstoff entsteht.
  • Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas und entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen. Hauptverursacher ist der Strassenverkehr. In den üblicherweise vorkommenden Konzentrationen ist es für Mensch und Tier nicht toxisch. Es trägt aber wesentlich zum Treibhauseffekt. In hoher Konzentration wirkt es zudem als Atemgift bei Menschen und bei warmblütigen Tieren.
  • Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses, stechendes Gas. Es ist unter anderem verantwortlich für saure Niederschläge. SO2 entsteht bei der Verbrennung von schwefelhaltigen Brenn- respektive Treibstoffen und bei verschiedenen industriellen Prozessen. Seit dem 1. Januar 2004 werden nur noch schwefelfreie Treibstoffe eingeführt, wodurch die Werte in den Autoabgasen vernachlässigbar klein werden.

 

Treibhausgase

Der Strassenverkehr ist verantwortlich für rund einen Drittel der Treibhausgasemissionen in der Schweiz. Treibhausgase bewirken den Treibhauseffekt, der die Erwärmung der Lufthülle bewirkt. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt läge die mittlere Temperatur auf der Erde bei etwa -18 Grad Celsius. Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre ist in den letzten Jahrzehnten als Folge von menschliche Aktivitäten und vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger sowie die Abholzung der Tropenwälder immer rascher gestiegen.

 

Treibhauspotenzial (GWP)

Die Wirkung der einzelnen Treibhausgase ist unterschiedlich gross. Um Vergleiche zu ermöglichen, wird sie in CO2-Äquivalente umgerechnet und im so genannten «globalen Erwärmungspotenzial» (GWP, Global Warming Potential) ausgedrückt. 

 

Die wichtigsten Treibhausgase 

Zu den im Cleaner Drive-Bewertungssystem berücksichtigten Treibhausgasen gehören:

  • Kohlendioxid (CO2) ist ein farb- und geruchloses Gas und entsteht bei jeder Verbrennung. Hauptverursacher sind Industrie- und Hausfeuerungen sowie der Strassenverkehr. In den üblicherweise vorkommenden Konzentrationen ist es zwar für Mensch und Tier nicht toxisch, es ist aber eines der hauptverantwortlichen Gase für den Treibhauseffekt.
  • Methan (CH4) ist ein farb- und geruchloses Gas und entsteht beim mikrobiellen Abbau organischer Stoffe unter Luftabschluss. Die wichtigsten, von Menschen direkt beeinflussten Quellen sind die Rindviehhaltung und Kehrichtdeponien. In den üblicherweise vorkommenden Konzentrationen ist es zwar für Mensch und Tier nicht toxisch, es ist aber mitverantwortlich für den Treibhauseffekt und die Ozonbildung in den bodennahen Luftschichten.
  • Lachgas (N2O) ist ein farb- und geruchloses Gas und entsteht bei jeder Verbrennung. Hauptverursacher sind Industrie- und Hausfeuerungen sowie der Strassenverkehr. In den üblicherweise vorkommenden Konzentrationen ist es zwar für Mensch und Tier nicht giftig. Mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von 320 ist es aber sehr klimaschädlich und zählt zu den hauptverantwortlichen Gasen für den Treibhauseffekt.
  • Ozon (O3) ist ein Sauerstoffmolekül aus drei Sauerstoffatomen, das als starkes Oxidationsmittel wirkt und einen typischen, leicht stechenden Geruch hat. Bodennahes Ozon kann als Treibhausgas wirksam sein. Es entsteht auf natürlichem Wege, kann sich aber auch in der Atmosphäre durch phototechnische Umsetzungen zwischen Stickoxiden (NOx) einerseits und flüchtigen organischen Verbindungen und Kohlenmonoxid andererseits bilden. In Gebieten mit hoher Emissionsdichte dieser Stoffe führt diese Umsetzung bei intensiver Sonneneinstrahlung namentlich bei sommerlichen Hochdruckwetterlagen zu erhöhten Ozonbelastungen, dem so genannten Sommersmog. In erhöhter Konzentration kann bodennahes Ozon die Schleimhäute reizen und andere gesundheitliche Probleme verursachen sowie Pflanzen schädigen.
  • Wasserdampf (H2O): Die feinen Wassertröpfchen in der Luft, zum Beispiel in Dunst oder Wolken, reflektieren die Wärmestrahlen auf die Erdoberfläche und tragen so zum Treibhauseffekt bei. Auf den Wasserdampfgehalt der Luft hat der Strassenverkehr keinen direkten Einfluss.