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  Home > Informationen > Pressetexte e'mobile > Pressetexte 2005 > e’mobile-Hilton-Apéro in Basel, 8. September 2005 > 10 Jahre Bonus / Malus bei den Motorfahrzeugsteuern im Kanton Luzern


10 Jahre Bonus / Malus bei den Motorfahrzeugsteuern im Kanton Luzern

Zusammenfassung des Referats von Urs Zihlmann, Bereich Luftreinhaltung, Lärm und Energie, Umwelt und Energie Kanton Luzern, Luzern

Während der letzten Revision des Gesetzes über die Verkehrsabgaben im Kanton Luzern in den Jahren 1993 und 1994 war die Lufthygienediskussion in vollem Gange. Die ersten Massnahmenpläne mit Schwerpunkt Verkehr begannen zu greifen, nachdem die Automobilindustrie auf Druck der Behörden der Schweiz und der EU mit dem Katalysator ein wirksames technisches Mittel zur Emissionssenkung bei den Personenwagen gefunden hatte. Tempolimiten und Verkehrsbeschränkungen schienen dadurch politisch in keiner Weise mehr gerechtfertigt. Trotzdem gelang es weit blickenden Kreisen, ihr Anliegen nach einer Lenkungsmassnahme bei den Fahrzeughaltern einzubringen und im Gesetz zu verankern.

Besonders emissionsarme und umweltfreundliche Fahrzeuge können von der Steuer teilweise befreit werden. Fahrzeuge ohne Katalysator hingegen (vor FAV 1-3, ca. 1987) bezahlen bei Handänderung einen Zuschlag von höchstens 30%.

Die entsprechende Verordnung trat 1995 in Kraft und war unter Mitwirkung der Verkehrsverbände entstanden. Sie sieht für besonders verbrauchsarme Personenwagen einen Rabatt auf der Motorfahrzeugsteuer von 50% vor. Die Bemessung des Verbrauchs erfolgte in kWh, basierend auf einer degressiven Kurve, die der erwarteten technischen Entwicklung entsprach.

Weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch schwere Nutzfahrzeuge einbezogen wurden, wenn sie EURO 2 erfüllten oder lärmarm ausgestattet waren. Die Dynamik der EU bei der Verschärfung der LKW-Normen erforderte dann eine laufende Anpassung der Bemessungsgrundlagen für LKW. Damit erreichten wir aber eine rasche Erneuerung des Lastwagenparks. Gleichzeitig ging aber der Anteil katalysatorloser Fahrzeuge zurück und somit gingen auch die Einkünfte zurück.

2002 wurde die Verordnung deshalb massiv umgebaut. Da die LSVA bei den LKW die gewünschte Lenkung übernahm, werden diese nun nicht mehr unterstützt. Bei den Personenwagen wurde der Rabatt auf 80% des tiefsten Satzes angehoben, netto also Fr. 41.20. Allerdings wurden nur noch Elektro-, Erdgas- und Hybridantriebe unterstützt, Elektrozweiräder sind ganz befreit.

Eine Evaluation des Einflusses auf das Kaufverhalten bei den Personenwagen ergab, dass der Kanton Luzern von 1995 bis 2002 im Segment der geförderten Fahrzeuge immer über dem Schweizer Mittel lag. Von 1995 bis 1999 verzeichnete einzig der Kanton Tessin einen noch grösseren Anteil. Eine kurze Umfrage im April 2005 ergab hingegen, dass Fahrzeuge mit Erdgas- und Hybridantrieb im Kanton Luzern mit der neuen Regelung regen Zuspruch finden. Insgesamt erhielten rund 180 Fahrzeuge Rabatt, Tendenz steigend. Mit Eröffnung der 2. Erdgastankstelle und der Biogaseinspeisung aus der ARA im Raum Luzern stehen die Weichen gut für einen weiteren Zuwachs von Motorfahrzeugen, die den Gedanken der Nachhaltigkeit bis jetzt am besten umgesetzt haben.

 
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