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  Home > Informationen > Pressetexte e'mobile > Pressetexte 2004 > Ecocar-Fachvorträge 2004 > Autogewerbe – wohin gehst Du?


Autogewerbe – wohin gehst Du?

Heiner Lehmann, Fürsprecher, Bereichsleiter Branchenvertretung
Mitglied der Geschäftsleitung des Autogewerbe-Verbands der Scheiz, AGVS

Das Autogewerbe in der Schweiz – aber auch in ganz Europa – steht mitten in einem Strukturwan-del. Ausschlaggebend dafür sind in erster Linie drei Gründe:

Veränderung des wirtschaftlichen und sozialen Umfeldes

Das wirtschaftliche Umfeld des Autogewerbes hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Aus einem reinen Nachfragemarkt ist ein Markt geworden, in welchem das Angebot weltweit die Nach-frage übersteigt. Damit verbunden ist automatisch ein steigender Druck auf Preise und Kosten auf allen Ebenen. Vertriebsstrukturen, welche sich in den letzten Jahrzehnten nur wenig verändert ha-ben, werden damit in Frage gestellt. Kostenoptimierungen, Fragen der Skaleneffekte und der Ni-schenstrategien sind auf allen Vertriebsebenen zum aktuellen Thema geworden. Darüber hinaus sorgt aber auch das soziale Umfeld für erheblichen Mehraufwand. Gesellschaftspolitische Fragen, Arbeits- und Umweltvorschriften erhöhen die Kosten für die einzelnen Betriebe massiv, können an-dererseits aber auch Chancen für den flexiblen Unternehmer darstellen.

Veränderung des wettbewerbsrechtlichen Umfeldes

Auch aus wettbewerbsrechtlicher Sicht wurden die bestehenden Vertriebsstrukturen in der Automo-bilbranche in Europa – und in der Folge davon auch in der Schweiz - hinterfragt. Unter anderem die Diskussion um die „Preisinsel Schweiz“ und die Preisunterschiede im vereinigten Europa, hatten zur Folge, dass sich die zuständigen Behörden intensiv mit der Branche auseinander gesetzt haben. So wurde auf den 1.11.2002 eine Branchenbekanntmachung erlassen, welche nun die WEKO per 27.7.2004 noch vertieft erläutert hat. Der Wettbewerb soll zu Gunsten des Kunden gefördert und die Wahlmöglichkeiten des Konsumenten erhöht werden. Zu diesem Zweck soll der Unternehmer auf Detailhandelsstufe mehr Unabhängigkeit erlangen. Er soll gemäss WEKO entscheiden können, ob er Vertrieb und/oder Werkstatt einer Marke betreiben will, ob ihm der Mehrmarkenhandel Vorteile bringt und wo er seine Ersatzteile beschafft.

Veränderung des technischen Umfeldes

Die Technik ist in den letzten Jahren immer langlebiger geworden. Folge davon ist, dass die Servi-ceintervalle entsprechend zugenommen haben. Zudem gibt es immer weniger Verschleissteile, die laufend ersetzt werden müssen. Auf der andern Seite hat die Elektrik/Elekronik einen immer grösse-ren Anteil am Automobil. Die damit verbundenen Probleme fordern vom Unternehmer, Mitarbeiter mit entsprechenden Ausbildungen und zusätzliche Investitionen in die notwendigen Werkstatttools.

Der Umgang der Branche mit den oben beschriebenen Veränderungen wird entscheiden wohin das Autogewerbe in Zukunft gehen wird. Wahrscheinlich ist, dass vor allem grössere Betriebe von Ska-leneffekten im Automobilhandel profitieren können. Aber auch Kleine und Kleinste haben gute Chancen, wenn sie sich auf ihre Stärken konzentrieren und die Nischen im Markt gezielt suchen und besetzen. Dabei wird die Kundennähe und die Kundenbeziehung eine entscheidende Rolle spielen. Der Unternehmer, welcher sich flexibel am Markt ausrichtet, hat gute Möglichkeiten. Genauso wie andere Fahrzeugkonzepte nur dann eine Zukunft haben, wenn sie bei den Konsumenten Akzeptanz finden. Und Akzeptanz ist - zum Glück für die guten Unternehmer – nicht immer nur eine Frage des Preises und der Fördermittel.

Referat Heiner Lehmann

 
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