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  Home > Informationen > Pressetexte e'mobile > Pressetexte 2009 > Ecocar-Expos mit Sonderschau Elektromobilität im Kanton Bern und Jura


Ecocar-Expos mit Sonderschau Elektromobilität im Kanton Bern und Jura

Medienmitteilung, 24. April 2009

Fünf «Ecocar-Expos» mit Sonderschau Elektromobilität im Versorgungsgebiet von 1to1 energy

Im Mai und im Juni führt e’mobile, der Schweizerische Verband für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge, im Kanton Bern und Jura fünf Ausstellungen mit Fahrzeugen mit neuen Antriebstechnologien und Treibstoffen. Als besondere Attraktion kann das Publikum an diesen Ecocar-Expos Elektro-, Hybrid-, Erdgas-/Biogas- und Ethanolfahrzeuge Probe fahren und direkt miteinander vergleichen. Dank einer Kooperation mit 1to1 energy, der Strommarke von 130 Energieversorgungsunternehmen aus 12 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein, werden diese Anlässe mit dem Sektor Elektromobilität ergänzt. Damit unterstreicht 1to1 energy ihr breit gefächertes Engagement im Bereich Energieeffizienz und Elektromobilität.

Eine Reduktion des Treibstoffverbrauchs ist nicht nur aufgrund der begrenzten Erdöl-vorkommen dringlich, sondern auch, um die Vorräte für Anwendungsbereiche aufzu-sparen, wo ein Ersatz schwieriger ist wie beispielsweise beim Flugverkehr oder bei der Herstellung von Kunststoffen. Neben einer Optimierung der herkömmlichen Otto- und Dieselmotoren gibt es immer mehr neue Antriebstechnologien und Treibstoffe, mit denen die Abhängigkeit von Erdöl reduziert werden kann. An fünf Ecocar-Expos bieten der Verband e’mobile und NewRide mit Unterstützung verschiedener Partner, darunter 1to1 energy, einen umfassenden Überblick.

Drei Ausstellungsbereiche

Die Ausstellungen sind in drei Bereiche gegliedert:

  • In einer so genannten Ecocar-Expo werden Hybrid-, Erdgas- und Bioethanolfahrzeuge gezeigt, welche auf dem lokalen Markt verfügbar sind. Diese Fahrzeuge werden von Markenvertretungen aus der Region gestellt.
  • Der Sektor Elektromobilität präsentiert Fahrzeuge, welche mit Strom betankt werden können, also Plug-in-Hybridfahrzeuge und reine Batteriefahrzeuge. 1to1 energy zeigt zudem, welche Aufgaben im Zusammenhang mit der Elektromobilität auf die Stromwirtschaft zukommen.
  • Der dritte Bereich ist den Elektro-Zweirädern gewidmet. Unter dem Dach von NewRide, dem Förderprogramm für Elektro-Zweiräder stehen einerseits Elektrofahrräder, welche in jüngster Vergangenheit einen wahren Boom erleben, und Elektro-Scooters für unverbindliche Probefahrten bereit.

Hybrid: Zwei Motoren in einem Fahrzeug

Hybridfahrzeuge haben einen Benzin- und einen Elektromotor. Letzterer dient vor allem zur Rückgewinnung der Bremsenergie und zum Ausgleich der Leistungsspitzen. Die Batterie dient dabei als Energiespeicher. Damit kann der Treibstoffverbrauch um bis zu 30% gesenkt werden. Die höheren Anschaffungskosten, die je nach Hybridkonzept mehrere tausend Franken betragen können, lassen sich durch die tieferen Treibstoffkosten kompensieren.

Über Plug-in Hybrid zum reinen Elektrofahrzeug

Als nächster Entwicklungsschritt werden Plug-in-Hybridfahrzeuge kommen, mit grösseren Batterien, die auch ab Stromnetz geladen werden können und typische Alltagsfahrten von 10 bis 50 Kilometern Reichweite rein elektrisch ermöglichen. Von da ist der Weg nicht mehr weit zum Batterie-Elektrofahrzeug, allenfalls mit einem zusätzlichen Range-Extender - einem kleinen Verbrennungsmotor, welcher bei Bedarf die Batterien während der Fahrt auflädt.

Erdgas und Biogas

Erdgasautos verfügen über einen Ottomotor, der nicht nur mit Benzin, sondern auch mit Erdgas betrieben werden kann. Gegenüber dem Basismodell sind lediglich Gastanks und die dazu gehörenden Leitungen samt Einspritzdüsen einzubauen. Deshalb liegt der Verkaufspreis für die Erdgas-Modelle um zwei- bis fünftausend Franken über demjenigen des Benzinmodells. Wie bei den Hybridautos lassen sich diese Mehrkosten kompensieren, weil Erdgas als Treibstoff ca. 30% günstiger ist als Benzin. Alle auf dem Schweizer Markt verfügbaren Neuwagen (ausser Iveco) haben zusätzlich einen Benzintank, um Notsituationen vorzubeugen.

Je nach Tankstelle ist dem Erdgas mehr oder weniger Biogas beigemischt. Dieses wird durch das Vergären von Biomasse (Kompost, Grünabfall usw.) in Reaktoren hergestellt, zu Erdgasqualität aufbereitet und über das Erdgasverteilnetz zu den Tankstellen transportiert. Technisch und in der Anwendung sind Erdgas und Biogas also gleichwertig. Biogas gilt als CO2-neutral, weil das CO2, welches bei der Verbrennung freigesetzt wird, in der Wachstumsphase der Biomasse der Umwelt entzogen wurde.

Bio-Ethanol

Bei Ethanol handelt es sich um Alkohol, welches in Benzinmotoren als Treibstoff eingesetzt werden kann. 5 % (E5) Ethanol verträgt jedes auf dem Schweizer Markt angebotene Benzin-Auto. Für den Betrieb mit E85 (85 % Ethanol) müssen die Treibstoffleitungen angepasst werden.

Ethanol wird einerseits aus Abfällen gewonnen. Der in der Schweiz angebotene Treibstoff wird aus einem Nebenprodukt der Zellulosefabrikation aus Holzabfällen gewonnen. Andererseits kann Ethanol landwirtschaftlich, beispielsweise aus Zuckerrüben oder Mais, hergestellt werden. In diesem Fall kann eine Konkurrenz zu Nahrungsmitteln entstehen. Die Schweiz hat deshalb in einer Verordnung ökologische und soziale Mindestanforderungen an die Herstellung von Biotreibstoffen erlassen, die eine Befreiung von der Mineralölsteuer nur für diesbezüglich «saubere» erneuerbare Treibstoffe gewährt.

Elektrofahrräder und -scooter

Nach rund fünf Jahren Einführungszeit haben sich Elektrofahrräder auf dem Schweizer Markt etabliert. Möglich wurde dies dank Fortschritten in der Batterietechnologie und der Begeisterung der Velohändler. Als nächste Stufe der «Elektrifizierung» dürften logischerweise E-Scooters auf den Markt kommen. Im Vergleich zu Personenwagen sind die Ansprüche an die Fahrleistungen und insbesondere an die Reichweite mit einer Batterieladung weit geringer.

Herausforderung für die Elektrizitätswirtschaft

Die sich abzeichnende Verbreitung von Elektrofahrzeugen stellt die Stromversorgungsunternehmen vor neue Herausforderungen.

Die bestehende Infrastruktur (Stromproduktion, Netze, Ladeeinrichtungen) wird entsprechend den Kundenbedürfnissen und Technologieentwicklungen angepasst werden. Langfristig können die Elektromobile als ausgleichende und intelligente Elemente, zur Speicherung von Regelenergie, in das Stromnetz eingebunden werden.

Es bieten sich aber auch Möglichkeiten, neue Stromprodukte zusammen mit den Batterien anzubieten, welche über kundenfreundliche Systeme abgerechnet werden.

1to1 energy nimmt diese Expos zum Anlass, diese Fragen und Lösungsansätze den interessierten Partnern und der breiten Öffentlichkeit vorzustellen und darüber zu diskutieren.

Weitere Informationen: www.e-mobile.ch, www.1to1energy.ch/mobilitaet, www.newride.ch. Die Listen der ausgestellten Fahrzeuge werden jeweils ca. 2 Wochen vor einem Anlass auf dem Internet veröffentlicht.

Fünf Ausstellungen mit unverbindlichen Probefahrten im Versorgungsgebiet von 1to1 energy

  • 2. Mai 2009: Nidau: BKW FMB Energie AG, Dr. Schneider-Strasse 16
  • 9. Mai 2009: Spiez: BKW FMB Energie AG, Thunstrasse 34
  • 16. Mai 2009 : Porrentruy: BKW FMB Energie SA, rue Achille Merguin 2
  • 6. Juni 2009: Jegenstorf: Elektra Fraubrunnen, Bernstrasse 40
  • 13. Juni 2009: Langenthal: Onyx Mittelland AG, Waldhofstrasse 1
Öffnungszeit: jeweils von 9 – 17 Uhr

Kontaktperson:

Urs Schwegler, Projektleiter Ecocar-Expo
uschwegler@e-mobile.ch, 079 287 80 46



 
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